Wenige Zwecke unterscheiden
Nutze beispielsweise „?“ für eine Frage, „H“ für einen möglichen Hinweis und „S“ für eine Stelle, deren Sprache du magst. Diese Kürzel gehören besser auf ein separates Blatt, wenn du nicht im Buch schreiben möchtest. Notiere Kapitel oder Seite und einen eigenen kurzen Hinweis zum Wiederfinden.
Bei Vermutungen ist Zurückhaltung hilfreich. „Schlüssel fehlt“ bewahrt eine Beobachtung; „Nachbar ist Täter“ schreibt bereits deine Theorie fest. Beide dürfen in die Notiz, sollten aber nicht verwechselt werden.
Das Exemplar berücksichtigen
In geliehenen Büchern oder Bibliotheksexemplaren bleiben Eintragungen und Klebemarkierungen grundsätzlich aus, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes erlaubt ist. Für empfindliche eigene Bücher ist ein loses Notizblatt ebenfalls die schonendere Wahl. Die Library of Congress warnt bei Erhaltungsfragen vor selbstklebenden Reparaturbändern; daraus folgt jedenfalls keine pauschale Unbedenklichkeit irgendeines Klebeprodukts am Papier.
Du brauchst nicht für jede Lektüre Zubehör. Ein normales separates Blatt mit Titel und Kapitelangabe erfüllt den Zweck oft bereits.
Nach dem Lesen ausdünnen
Schau dir zum Schluss nur die Markierungen an, die für dich noch Bedeutung haben. Eine widerlegte Vermutung kann interessant sein; zehn belanglose Namensnennungen müssen nicht dauerhaft ins Lesetagebuch. Übertrage eigene Gedanken, nicht seitenlange Textauszüge. Für einen späteren Austausch genügt meist die Fundstelle mit deiner Frage. So bleibt die Sammlung eine Hilfe zum Nachdenken und wird nicht zu einem zweiten, unübersichtlichen Buch.