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Lesen im Alltag

Ein Lesetagebuch für Krimis führen: fünf Felder reichen

Ein Lesetagebuch soll dir beim Erinnern und Auswählen helfen. Es muss weder schön gestaltet noch vollständig sein. Für Krimis ist besonders wichtig, offene Vermutungen und spätere Auflösungen nicht wahllos nebeneinanderzuschreiben.

Fundraum Redaktion · Quellenstand · Quellen

Die fünf Felder

Unser Vorschlag: Titel und Ausgabe, Lesestand, drei wichtige Figuren, eine offene Frage und ein persönlicher Eindruck. Notiere bei der Ausgabe die ISBN, wenn du sie später wiederfinden möchtest. Beim Lesestand reicht ein Kapitel oder Abschnitt; „fast fertig“ ist für eine Rückkehr nach Monaten wenig hilfreich.

Der persönliche Eindruck sollte konkret sein: „Die Dialoge gefallen mir“ hilft später mehr als eine alleinstehende Zahl. Auch „zu viele Perspektivwechsel für meine Pendelstrecke“ ist eine nützliche Notiz. Damit beschreibst du deine Situation, keine allgemeine Rangliste.

Spoiler bewusst abtrennen

Lege eine eigene Seite oder einen klar markierten Abschnitt für das Ende an. Wenn du das Tagebuch später zum Empfehlen öffnest, siehst du nicht versehentlich zuerst die Lösung. Gib deine Notizen anderen nur mit einer klaren Spoilerangabe weiter.

Während der Lektüre genügt es, Vermutungen mit einem Fragezeichen zu versehen. Du brauchst sie nach der Auflösung nicht zu löschen. Die Veränderung deiner Einschätzung kann ein guter Ausgangspunkt für einen Lesekreis sein.

Papier oder digital?

Wähle das Mittel, das du ohnehin verwendest. Ein Notizblatt, ein vorhandenes Dokument oder eine einfache Tabelle reicht. Neue Software ist nicht nötig. dtv bietet auch ein leeres Lesejournal zum Herunterladen an, falls du lieber mit einer Vorlage beginnst.

Nach dem Buch

Ergänze, ob du weiterlesen möchtest und welchen Band du als Nächstes suchst. Ein abgebrochenes Buch darf ebenfalls einen Eintrag bekommen. Notiere dann den Grund, statt es später versehentlich erneut als unentdeckten Titel auszuwählen.

Quellen & Hintergrund