Den Bestand realistisch prüfen
Sortiere beschädigte, unvollständige oder feuchte Exemplare zunächst aus der Spendenplanung aus. Beschreibe den übrigen Bestand knapp: ungefährer Umfang, Sprache, Genre und Zustand. Fotos von Buchrücken können bei größeren Mengen helfen, ohne dass du sofort jedes Buch einzeln auflisten musst.
Lege persönliche Einlagen heraus. Prüfe bei geliehenen Büchern zuerst, ob sie überhaupt dir gehören. Eine Aussonderung aus dem eigenen Regal ist kein guter Anlass, versehentlich fremde Bücher weiterzugeben.
Die Bedingungen der konkreten Stelle lesen
Bibliotheken müssen nicht jedes gespendete Buch in ihren Bestand übernehmen. Die Stadtbibliothek Berlin-Mitte nennt eigene Annahmekriterien; andere Einrichtungen können ganz anders auswählen. Frage deshalb nach Genre, Menge, Termin und Übergabe, statt aus dem allgemeinen Wort „Bücherspende“ eine Zusage abzuleiten.
Organisierte Weitergabestellen wie Medienpoints können eine Alternative sein. Auch dort gilt: aktuelle Bedingungen prüfen und nichts unangemeldet vor die Tür stellen. Ein geschlossener Eingang ist kein geeigneter Abgabeort.
Einen passenden Weg wählen
Wenn nur wenige Titel gefragt sind, gib gezielt diese ab und suche für den Rest eine andere Lösung. Ein öffentlicher Bücherschrank eignet sich ebenfalls nicht automatisch für mehrere Kartons. Bei besonderen Ausgaben kann ein Antiquariat oder eine andere Fachstelle passender sein, ohne dass damit ein Wert zugesichert wäre. Ziel ist eine sinnvolle Weiterverwendung, nicht bloß das schnelle Verschwinden der Bücher. Eine kurze vorherige Anfrage spart beiden Seiten Transport und Sortierarbeit.