Den Druck aus der Auswahl nehmen
Lege höchstens zwei Kandidaten bereit. Einer darf vertraut sein, etwa ein bereits gelesener Reihenauftakt. Der andere kann eine neue Richtung ausprobieren. Eine lange Liste vermeintlich wichtiger Bücher macht die erste Entscheidung nicht unbedingt leichter.
Lies eine offizielle Probe, bevor du dich festlegst. Frage dich nur, ob du nach diesem Abschnitt weiterlesen möchtest. Du musst weder sofort das ganze Buch kaufen noch erklären, warum ein hoch gelobter Titel gerade nicht passt.
Eine passende Gelegenheit wählen
Nimm eine konkrete Situation, in der Lesen möglich ist: nach dem Frühstück oder vor einer üblichen Pause. Beginne mit einem kurzen Abschnitt statt mit einer festen Seitenquote. Wenn du aufhörst, notiere die letzte Szene in einem Satz. Das erleichtert den nächsten Einstieg.
Wenn die Geschichte nicht passt, ändere zunächst nur einen Faktor. Vielleicht möchtest du weniger Figuren, einen anderen Ton oder eine vertraute Umgebung. Ein komplettes neues Lesesystem ist dafür nicht nötig.
Fortschritt nicht nur an beendeten Büchern messen
Eine gelesene Probe kann eine erfolgreiche Auswahlentscheidung sein, auch wenn du das Buch danach nicht weiterliest. Ein Wiederlesen zählt ebenso wie ein neuer Titel. Ein kurzes persönliches Journal, wie es auch dtv als Format anbietet, kann helfen, passende Situationen und Bücher zu erkennen.
Ein Versuch für diese Woche
- Zwei Kandidaten auswählen.
- Eine kleine, realistische Lesegelegenheit nutzen.
- Nach dem Abschnitt entscheiden: weiter, später oder anderes Buch.