Zuerst nach lokalen Möglichkeiten fragen
Prüfe andere Zweigstellen und vorhandene digitale Ausgaben. Vielleicht ist der Titel nur ausgeliehen oder unter einer abweichenden Ausgabe verzeichnet. Eine Vormerkung oder Bestellung innerhalb eines Verbunds kann etwas anderes sein als Fernleihe. Lass dir erklären, welcher Weg für diesen Titel angeboten wird.
Die Bayerische Staatsbibliothek nennt für ihre Fernleihe insbesondere wissenschaftliche Arbeit, Beruf sowie Aus- und Fortbildung. Daraus folgt keine allgemeine Zusage für Unterhaltungsliteratur. Andere Bibliotheken haben eigene Teilnahmebedingungen; frage ausdrücklich nach dem gewünschten Kriminalroman.
Eine brauchbare Anfrage vorbereiten
Hilfreich sind Autor, vollständiger Titel, Verlag, Erscheinungsjahr und möglichst ISBN. Ergänze, ob eine andere Druckausgabe oder Übersetzung akzeptabel wäre. Eine unvollständige Erinnerung wie „das gelbe Buch von damals“ lässt sich schwer vermitteln.
Frage vor einer kostenpflichtigen Bestellung:
- Ist dieser Titel grundsätzlich bestellbar?
- Welche Kosten entstehen auch bei einer erfolglosen Suche?
- Darf das Exemplar mit nach Hause?
- Welche Frist gilt und ist eine Verlängerung möglich?
Den Zweck gegen den Aufwand abwägen
Für einen einmaligen Lesewunsch kann ein gebrauchtes Exemplar oder eine verfügbare Bibliotheksalternative einfacher sein. Für eine bestimmte Ausgabe, einen Vergleich oder eine Arbeit kann sich eine bibliothekarische Recherche trotzdem lohnen. Bestelle nicht gleichzeitig auf mehreren Wegen, solange mögliche Gebühren und Rücknahmen ungeklärt sind. Ein Katalognachweis bedeutet lediglich, dass ein Exemplar nachgewiesen ist; ob es tatsächlich verschickt wird, entscheidet die zuständige Bibliothek.