In deiner Ausgabe messen
Lies einen zusammenhängenden Abschnitt und notiere ungefähr, wie lange du dafür gebraucht hast. Verwende dieselbe Ausgabe, mit der du weiterlesen möchtest. Ein Seitenvergleich zwischen Großdruck und Taschenbuch ergibt keine belastbare persönliche Prognose.
Wiederhole die Beobachtung in einer zweiten Sitzung. Du brauchst keine Stoppuhrpflicht; eine grobe Einschätzung reicht. Wenn die beiden Sitzungen stark unterschiedlich ausfallen, plane lieber mit einer Spanne und zusätzlichem Spielraum.
Ein reines Rechenbeispiel
Angenommen, du liest in einer ruhigen halben Stunde 15 Seiten deiner Ausgabe. Für 60 vergleichbar dichte Seiten wären rechnerisch vier solcher Sitzungen nötig. Das ist eine Planungsrechnung, keine Zusage: spätere Kapitel, Müdigkeit und Unterbrechungen können das Tempo verändern.
Für eine Gruppe ist es deshalb sinnvoll, einen realistischen Abschnitt abzusprechen und nach dem ersten Treffen nachzujustieren. Niemand muss aus einer fremden Lesegeschwindigkeit eine eigene Pflicht ableiten.
Zeit zum Wiederfinden einplanen
Wenn du häufig unterbrochen wirst, notiere am Ende kurz die Situation. Das kann den Einstieg erleichtern. Ein persönliches Lesejournal ist dafür ausreichend; dtv bietet eine entsprechende Blankovorlage an, du kannst aber ebenso ein vorhandenes Blatt verwenden.
So bleibt der Plan hilfreich
- In der tatsächlichen Ausgabe schätzen.
- Mehr als eine Sitzung betrachten.
- Puffer für Unterbrechungen und Rückblättern lassen.
- Den Plan ändern, wenn er das Lesen zur unangenehmen Aufgabe macht.