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Bewusster lesen

E-Book-Schriftbild einstellen: In fünf Schritten angenehmer lesen

Dein Krimi ist interessant, aber die Seite wirkt zu gedrängt oder du verlierst häufig die Zeile? Bevor du ein anderes Gerät suchst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die vorhandenen Leseeinstellungen. Verändere dabei jeweils nur einen Punkt und prüfe ihn an derselben Textstelle. So findest du eine passende Ansicht, ohne dich in immer neuen Kombinationen zu verlieren.

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Mit einer normalen Textseite beginnen

Wähle eine Seite mit Erzähltext und Dialog, die du bereits kennst. Eine Titelseite oder ein besonders kurzer Absatz eignet sich schlecht zum Vergleichen. Merke dir die Ausgangseinstellung oder mache für dich einen Screenshot, sofern deine App das erlaubt.

Die tolino-Hilfe nennt unter anderem Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand und Seitenränder als Leseeinstellungen. Apple beschreibt ebenfalls anpassbare Textdarstellungen in seiner Bücher-App. Welche Optionen du tatsächlich siehst, hängt von Gerät, App und Dateityp ab. Suche deshalb in deinem vorhandenen Lesemenü, statt eine bestimmte Oberfläche vorauszusetzen.

Zuerst Größe und Schriftart prüfen

Vergrößere die Schrift um eine kleine Stufe und lies mehrere Absätze. Frage dich, ob du den Text nun leichter erfassen kannst oder ob dir die sehr häufigen Seitenwechsel unangenehm werden. Es gibt dafür keine für alle passende Zahl.

Ändere erst danach bei Bedarf die Schriftart. Vergleiche dabei dieselbe Passage: Sind die Buchstaben für dich gut zu unterscheiden, wirken die Wörter ruhig, und passt dir die Breite? Eine als besonders geeignet beworbene Schrift ist kein Muss. Entscheidend ist deine tatsächliche Lesbarkeit in dieser Situation.

Anschließend Zeilenabstand und Ränder abstimmen

Ein größerer Zeilenabstand kann die Seite für dich übersichtlicher machen, kostet aber Platz. Breitere Ränder verkürzen die Zeilen. Prüfe beide Einstellungen getrennt, damit du erkennst, welche Änderung dir hilft. Mehr Abstand ist nicht automatisch immer besser.

Achte besonders auf die Übergänge zwischen Dialogen und Erzählertext. Wenn du zuverlässig in die nächste Zeile findest und Absätze gut erkennst, musst du die Ansicht nicht weiter optimieren. Eine funktionierende Einstellung ist wertvoller als ein theoretisch perfektes Schriftbild.

Helligkeit und Hintergrund an der Lesesituation prüfen

Teste die Ansicht dort, wo du normalerweise liest. Eine Einstellung am hellen Schreibtisch muss dir auf dem Sofa am Abend nicht genauso gefallen. Passe vorhandene Helligkeits- oder Hintergrundoptionen schrittweise an und entscheide nach deinem Eindruck.

Bei fehlenden Optionen den Dateityp prüfen

Manche Ausgaben sind als feste Seiten gestaltet. Dann lässt sich womöglich nur die gesamte Seite vergrößern, während der Text nicht neu umbricht. Das ist eine andere Aufgabe als das Ändern der Schriftgröße in einem anpassbaren E-Book.

Prüfe in diesem Fall, ob du ein PDF oder eine Ausgabe mit festem Layout geöffnet hast. Ein Wechsel des Geräts ist nicht automatisch die Lösung. Wenn du eine frei anpassbare Textansicht brauchst, kläre dieses Merkmal bereits bei der nächsten Ausgabe. Halte deine bewährten Einstellungen kurz fest und ändere sie nur, wenn ein neues Buch oder eine andere Lesesituation es tatsächlich erfordert.

Quellen & Hintergrund